Projektentwicklung Frachtzentrum „Süd“

am Flughafen Leipzig-Halle

Bis Mitte 2006 betreute die IPF die Projektentwicklung des neuen Frachtzentrums Süd am Flughafen Leipzig-Halle. Gemeinsam mit der Flughafen GmbH wurde in einem ersten Schritt eine „Marktpotenzial-Entwicklungsanalyse“ durchgeführt. Im Anschluss daran folgte die Bebauungsstrukturplanung und eine stufenweise Entwicklung von Realisierungsszenarien.

In der ersten Projektphase wurden die relevanten Basisdaten über Frachtaufkommen, Verteilungswege und Flächenbedarfe durch die Planer der IPF ermittelt. Die daraus gewonnenen Planungsdaten und Kennzahlen für die Einschätzung der zukünftigen Cargoentwicklung wurden mit den verantwortlichen der Flughafen GmbH diskutiert und dienten zur weiteren Entwicklung des Bebauungsstrukturplanes.

Ein Hauptbestandteil der Projektentwicklung bezog sich auf die optimale Gestaltung der Ablauflogistik, also die Anbindung zum Vorfeld und zur Landseite. Zielstellung für die Architekten und Ingenieure der IPF war die Ausgestaltung eines flexiblen und innovativen Idealkonzeptes für das Frachtzentrum. Hierfür wurden systematisch die einzelnen Frachtgut – Abfertigungsschritte vom Flugfeld mit den Be- und Entladevorgängen und der begleitenden Bearbeitung der Frachtpapierunterlagen bis zur Versandseite inklusive der erforderlichen Lager- und Kommissionssysteme entwickelt. Dies sowohl für den Import- als auch für den Exportbereich.

Die Konzept- und Bebauungsstrukturplanung berücksichtigte neben einem flexiblen und modularen Konzept der Vermietungsflächen für Abfertigungsdienstleister auch erforderliche Eigenbedarfsflächen der Flughafen GmbH. Gemeinsam wurde aus mehreren Varianten die technisch wirtschaftlich beste Bebauungsstruktur für den Standort zur weiteren Realisierung ausgewählt.

Im Zusammenhang mit der Strukturentwicklung des Flughafens und der beschlossenen Umverlegung der Landebahn „Süd“ mussten Abläufe auch in verschiedenen technischen Bereichen neu definiert werden. So wurde zum Beispiel eine Simulation mit Tecnomatix eM-Plant für den technischen Dienst zur Schneeräumung auf den Landebahnen ausgearbeitet und die Ergebnisse als Animation mit Factory-CAD für die Landebahnen „Süd“ und „Nord“ zur Beurteilung der weiteren Budgetplanung erstellt.

Aktuell befindet sich die erste Stufe des neuen Frachtzentrums bereits im Bau und sollte im Frühjahr 2008 in Betrieb gehen.

Im Rahmen dieses Projektes konnte die IPF erneut ihre weitreichenden Erfahrungen und innovativen Ideen auf dem Fachgebiet der Werkstrukturplanung und der Großflächenlogistik unter Beweis stellen.
Unser umfassendes Know How im Bereich Luftfrachtzentren wird auch in der Zukunft auf anderen Airport’s bezüglich der Standortentwicklung einen wertvollen Beitrag leisten.

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