Ein weiterer Schritt im Ausbau der Fertigungskapazitäten des Automobilzulieferers Seissenschmidt. Gemeinsam mit IPF als Planungspartner wurde ein neuer Produktionsstandort in Ungarn geplant und realisiert.
Nachdem im April 2007 bereits die ersten Fertigungsanlagen zur konventionellen Warmumformung am neuen Standort in Betrieb genommen wurden fand nun Anfang September im Rahmen einer Feierstunde die offizielle Einweihung des Werksneubaus statt
„Mit dem neuen Standort haben wir bewusst die Nähe zu unseren Kunden gesucht“, so Rüdiger Groos, Vorstandsmitglied der Seissenschmidt AG und einer der Geschäftsführer der im Dezember 2006 in Ungarn gegründeten Seissenschmidt Precision Components Kft.
Osteuropa ist für die internationale Automobilindustrie eine Boomregion. Experten schätzen, dass die so genannte Automotive Region Eastern Europe (AREE) ihren Anteil an der Weltfahrzeugproduktion von 2,5 Prozent im Jahr 2002 bis 2008 verdoppeln wird. 90 Prozent der dann 3,1 Millionen Autos aus den AREE-Ländern werden dabei in einem 300-km-Radius um Bratislava gefertigt werden. „Von unserem neuen Standort in Gyöngyös aus wollen wir den mittel- und osteuropäischen Markt stärker erschließen“, sagt Rüdiger Groos.
Die Seissenschmidt-Gruppe ist anerkannter Partner der internationalen Automobilindustrie. Präzisionskomponenten von Seissenschmidt kommen in der Antriebs- und Fahrwerktechnik bei fast allen Automobilherstellern sowie führenden Systemlieferanten zum Einsatz. Mit dem Tochterunternehmen Seissenschmidt Components Processing GmbH + Co. KG, das auf die mechanische Bearbeitung der Schmiederohlinge spezialisiert ist, bedient Seissenschmidt die steigende Nachfrage nach einbaufertigen Komponenten und einer größeren Fertigungstiefe. International ist die Seissenschmidt-Gruppe mit der Seissenschmidt Corporation in den USA, der Seissenschmidt Precision Components Kft. in Ungarn und zahlreichen Auslandsvertretungen präsent. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Seissenschmidt mit rund 400 Mitarbeitern einen Umsatz von 139 Millionen Euro.
Im Zuge des Werksneubaus wurde seitens IPF die komplette Werkstruktur-, Fabrik-, Gebäude- und Infrastrukturplanung und Realisierungskoordination abgewickelt.





